Mülheim - Gegensätzlicher könnte die Nutzung der Räume auf der Graf-Adolf-Straße nicht sein. War es vorher ein Geschäft für Erzgebirgische Volkskunst, so wurde hier nun eine Kontaktstelle der Selbsthilfe für Psychiatrie-Betroffene eingerichtet. Der Stadt-Anzeiger stellt die Initiative vor:
"Die Menschen, die sich beim Landesverband Psychiatrie-Erfahrener NRW engagieren, waren aus unterschiedlichsten Gründen in psychiatrischen Einrichtungen und haben dort schlechte Erfahrungen gemacht. Betroffene fühlten sich dort schlecht medizinisch betreut und beraten.
In der neuen Kontakt-, Beratungs- und Anlaufstelle in der Graf-Adolf-Straße 77 wollen sie Selbsthilfe anbieten - ganz ohne Ärzte, Psychiater und Psychopharmaka. "Wir sehen uns als Alternative zu den psychiatrischen Einrichtungen, durch die es vielen Menschen oft nur schlechter geht", erklärt Matthias Seibt vom "Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener."
(KStA)