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Stadt Köln

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Buchheimer Straße - Donnerstag, 29.07.2010, 17.30 Uhr - der Fotograf ist der letzte Mensch im Viertel .. (Foto dr)
30.07.2010 - Mülheim hält den Atem an ..
Mülheim - Freundlich, aber bestimmt fordern Polizisten die Bürger auf, ihre Geschäfte zu schließen und die Wohnungen zu verlassen. Straßensperrungen werden vorbereitet. Eigentlich sind die Evakuierungs- Maßnahmen auf 16 Uhr, den Zeitpunkt der Bomben-Entschärfung, terminiert. Da es in den Riehler Heimstätten länger dauert,  wird der Termin auf 18 Uhr verschoben.

Damit hat sich für die Geschäftsleute der Tag erledigt. Auch Mitbürger, die den erzwungenen Außenaufenthalt locker bei einem Espresso absitzen wollen, brauchen Geduld. David Reuter von der Pusteblume schießt das Foto rechts um 17.30 Uhr auf der Buchheimer Straße, wahrscheinlich auf der Flucht .. Jetzt aber mal im Ernst:

Verwirrte Autofahrer, neugierige Fußgänger, Hubschrauber im Viertelstundentakt und gegen Abend ein menschenleeres Viertel. Der Unterhaltungswert ist erheblich, aber wer zahlt die Kosten? Die USA sind Eigentümer der Bombe, also sind die auch in der Pflicht. Herr Obama kann großzügig sein, er kriegt das Geld ja vom Hersteller wieder. Die Bombe hat ja nicht funktioniert und das ist ein klarer Garantiefall. (rb/MF)
"Eine entschärfte Fliegerbombe" - lt. Radio Köln. "Symbolfoto" oder besagte "1.000-kg-Bombe"?
30.07.2010 - Bombe erfolgreich entschärft
Mülheim / Riehl - Pendler aus dem Rhein-Erft-Kreis mussten heute mit erheblichen Verkehrsbehinderungen in Köln rund um die Mühlheimer Brücke rechnen. Wegen der Bombenentschärfung in Köln Riehl kam es zu enormen Verkehrsbehinderungen.

Teile der Stadtteile Riehl und Mülheim waren für den Verkehr komplett gesperrt. Davon betroffen waren unter anderem die Boltenstern,- die Riehler und die Rheinuferstraße. Auch der Bus- und Bahnverkehr sowie der Schiffsverkehr auf dem Rhein waren beeinträchtigt. Außerdem musste eine Vielzahl von Anwohnern evakuiert werden.

Über 5000 wurden aus ihren Wohnhäusern und Büros in den Stadtteileil Riehl und Mülheim in Sicherheit gebracht. Auch der Kölner Zoo blieb den ganzen Tag geschlossen. Die Bombe wurde gegen 19 Uhr erfolgreich entschärft. (Radio Köln, 29.07.2010)
Haupt- und Ehrenamtler gestalten das Programm (Bild: Hantke)
29.07.2010 - Begleitung für kranke Seelen
Mülheim - Gegensätzlicher könnte die Nutzung der Räume auf der Graf-Adolf-Straße nicht sein. War es vorher ein Geschäft für Erzgebirgische Volkskunst, so wurde hier nun eine Kontaktstelle der Selbsthilfe für Psychiatrie-Betroffene eingerichtet. Der Stadt-Anzeiger stellt die Initiative vor:

"Die Menschen, die sich beim Landesverband Psychiatrie-Erfahrener NRW engagieren, waren aus unterschiedlichsten Gründen in psychiatrischen Einrichtungen und haben dort schlechte Erfahrungen gemacht. Betroffene fühlten sich dort schlecht medizinisch betreut und beraten.

In der neuen Kontakt-, Beratungs- und Anlaufstelle in der Graf-Adolf-Straße 77 wollen sie Selbsthilfe anbieten - ganz ohne Ärzte, Psychiater und Psychopharmaka. "Wir sehen uns als Alternative zu den psychiatrischen Einrichtungen, durch die es vielen Menschen oft nur schlechter geht", erklärt Matthias Seibt vom "Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener." (KStA)